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Ziviler Ungehorsam in der angloamerikanischen R...
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Die bundesdeutsche Dikussion über zivilen Ungehorsam ist angelehnt an die ältere und umfassendere "civil disobedience"-Debatte in den USA. Anknüpfungspunkte waren hier vor allem die Bürgerrechtsbewegung unter der Leitung von Martin Luther King sowie der Protest gegen den Vietnamkrieg. Die vorliegende Studie ist eine systematische Darstellung und Zusammenfassung der Diskussion über zivilen Ungehorsam in der amerikanischen rechtswissenschaftlichen Literatur in den Jahren von 1960 bis 1975. Das Schwergewicht hierbei liegt auf der moralischen und rechtlichen Rechtfertigung des zivilen Ungehorsams in einem demokratischen Staatssystem und der Problematik der moralischen Gehorsamsverpflichtung gegenüber dem positiven Recht.

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Stand: 04.07.2020
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Hamlet: Widerstand gegen den Überwachungsstaat
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Shakespeares Hamlet-Tragödie aus dem Jahr 1600 lässt sich auch als ein verfremdetes Kriminaldrama über die Vergeltung für einen politischen Mord in einem Staatssystem lesen, das sich immer mehr zu einem heimtückischen Überwachungsregime entwickelt.Heute – im Zeitalter umfassender Möglichkeiten zur Überwachung und Kontrolle der Bevölkerung – sollte eine Deutung von Hamlets politischem und philosophischem Widerstand gegen einen Überwachungsstaat weniger historisch-distanziert und weniger unschuldig erfolgen als dies bislang üblich ist.Den interpretatorischen Herausforderungen des intellektuell anspruchsvollen Dramas wird in der vorliegenden Deutung durch eine Verbindung intertextueller, philosophischer und politischer Zugänge begegnet, geleitet von dem Ziel, die politische Kultur der Renaissance mit der gegenwärtigen kritisch zu vernetzen.Shakespeare's tragedy of Hamlet, written in AD 1600, represents an alienated criminal story of retaliation for a political murder, whilst the political system of the murderer is gradually shrouded by an insidious empire of surveillance.In our present circumstances of massive control by all forms of surveillance, affecting us all, an interpretation of Hamlet's political and philosophical resistance should be examined by less innocent minds than before.This current interpretation attempts to meet the challenges of the philosophically demanding drama with a net of intertextual, philosophical and political approaches, thus critically connecting renaissance and contemporary political culture.

Anbieter: Dodax
Stand: 04.07.2020
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Die Staatsphilosophie des Thomas Hobbes
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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1,3, Universität Mannheim, Sprache: Deutsch, Abstract: Heutzutage lässt sich das Staatssystem nicht mehr wegdenken. Nahezu jedes Gebiet der Erde gehört zu einem bestimmten Staat, ebenso wie jeder Mensch mindestens eine Staatsangehörigkeit besitzt. Staaten unterscheiden sich vor allem durch ihr jeweiliges Territorium voneinander, ausserdem bestehen Unterschiede in der Regierung, der Währung, der Sprache, der Kultur, und vielen anderen Eigenheiten, die ein bestimmtes Land kennzeichnen. Harzer definiert unter einem Staat 'ein Gebilde, das die Menschen auf einem bestimmten Landgebiet für ihre eigenen gemeinschaftlichen Bedürfnisse errichtet haben' und das als 'Zweck [hat, die] Sicherstellung und Erhaltung gegenüber äusseren und inneren Feinden [hat]' . Das Prinzip des Staates existiert seit mehreren Jahrtausenden und wurde über mehrere Epochen hinweg von den unterschiedlichsten Denkern und Philosophen untersucht. Das Ausmass, in dem das Staatsprinzip versucht wurde, zu beschreiben, zu ergründen und zu erklären, war so gross, dass sich ein eigener Begriff dafür herausbildete, nämlich jener der sogenannten Staatsphilosophie. Harzer definiert unter der Staatsphilosophie die 'Erforschung der Wahrheit über den Staat' . Im Verlaufe der Jahrhunderte gab es unterschiedliche philosophische Theorien zum Staatswesen, welche über die Epochen hinweg variierten. Berühmte Denker, die sich der Staatsphilosophie annahmen, waren unter anderem Platon, Aristoteles, Thomas Hobbes, John Locke, Immanuel Kant, aber auch viele weitere. Im Folgenden wird die Staatsphilosophie des im 16. bis 17. Jahrhundert lebenden Thomas Hobbes, welcher zu den Begründern des aufgeklärten Absolutismus gilt, genauer beleuchtet.

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Stand: 04.07.2020
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Griechenland - Mehrheits- oder Konsensdemokratie?
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Viele Länder der Welt haben sich als Staatsform die Demokratie gewählt. Aber Demokratie ist nicht gleich Demokratie. Es gibt verschiedene Ausprägungen von ihr, die zu verschiedenen Zeiten von Politikwissenschaftlern beschrieben und unterschieden worden sind. Eine dieser Klassifizierungen besagt, dass es zwei grundlegende Typen der Demokratie gibt: Mehrheits- und Konsensdemokratie. Der Unterschied zwischen Mehrheits- und Konsensdemokratie liegt vor allem darin, auf wen politisches Handeln ausgerichtet ist: auf die Mehrheit der Menschen, oder auf so viele Menschen wie möglich, d.h. mindestens auf die Mehrheit. Daher ist Konsensdemokratie auch ausgerichtet auf Verhandlungen und Kompromiss, während Mehrheitsdemokratie über Ausschluss und Wettbewerb funktioniert. Diese Unterscheidung taucht schon Ende der Sechziger Jahre bei Robert G. Dixon auf. Auch Arend Lijphart stützte sich auf diesen Ansatz und untersuchte 1999 in einer sehr ausführlichen Studie 36 Demokratien empirisch darauf, wie sie in das Schema von Mehrheits- oder Konsensdemokratie eingeordnet werden können. In dieser Arbeit soll nun, ausgehend von Lijpharts Studie, Griechenland - als ein relativ selten betrachtetes Beispiel westlicher Demokratie - dieser Klassifizierung unterzogen werden. Nach einem kurzen Überblick über Lijpharts Untersuchungsansatz werden die einzelnen Punkte, anhand derer er die Zugehörigkeit der Länder zur Mehrheits- oder Konsensdemokratie misst, genauer vorgestellt. Bei jedem Faktor soll aufgezeigt werden, wie es sich mit dem griechischen Staatssystem verhält. Am Ende dieses Kapitels erfolgt eine kurze Zusammenfassung der Einordnung Griechenlands in den einzelnen Punkten. Als Fazit der vorangegangenen Analyse fällt die Entscheidung, ob Griechenland eine Mehrheits- oder Konsensdemokratie ist. Im Folgenden soll dann abschliessend kurz Kritik an Lijpharts Studie geübt und daraus Schlüsse für Griechenlands Zukunft gezogen werden. Der Hauptteil der Arbeit stützt sich hauptsächlich auf die Studie 'Patterns of Democracy' von Arend Lijphart von 1999. Um Griechenland genau einordnen zu können, wird auf die sehr detaillierte Beschreibung seines politischen Systems durch Peter A. Zervakis zurückgegriffen.

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Stand: 04.07.2020
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Partizipation im Umweltrecht. Gesellschaftliche...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Jura - Öffentliches Recht / Staatsrecht / Grundrechte, Note: 13,00, Universität Augsburg (Institut für Öffentliches Recht), Sprache: Deutsch, Abstract: Schon jeher war ein Staatssystem im Wandel, es gibt keinen Stillstand, kein 'So ist es und nicht anders'. Auch die parlamentarische Demokratie Deutschlands verändert sich. Sie unterliegt zu jeder Zeit dem Verständnis, das in der Bevölkerung zu diesem Zeitpunkt besteht. Auch wenn die Verfassung bildlich gesprochen für eine längere Zeit als 'Dach' über der Bundesrepublik stehen soll, die Basis für alles weitere sein soll, verändert sich die Gesellschaft, ihre Belange und damit auch ihre Interpretation des Rechtssystems. Während die deutsche Demokratie nach den schlimmen Ereignissen vor 1945 der Gesellschaft Wohlstand und Vertrauen brachte, sie anschliessend während des Kaltes Krieges ihre Stärke und ihren Erfolg der Gesellschaft zeigte, sieht sie sich aktuell der Flüchtlingsfrage und Integration entgegengesetzt. Die Demokratie wandelt sich allerdings auch strukturell seit je her, heute verstärkt durch neue technische und mediale Möglichkeiten. Die Gesellschaft organisiert sich, kommt in Verbänden, Vereinen und anderen Gemeinschaften zusammen und beteiligt sich in der politischen und rechtlichen Diskussion Deutschlands. Gerade im Umweltrecht, vielleicht der rechtl. Vorreiter, beansprucht die Gesellschaft eine breite Partizipationsmöglichkeit, denn Umweltpolitik ist eine die Zukunft prägende, lokale und globale und zugleich verantwortungsvolle, zumeist sehr anspruchsvolle Politik. Naturgemäss zeigt sich hier hohes Interesse. In wie weit diese Partizipation im Umweltrecht tatsächlich besteht, wie ihre Möglichkeiten aussehen, wo ihre Chancen und wo ihre Grenzen sind und wie dies insgesamt juristisch zu bewerten ist, soll im Folgenden thematisiert und bewertet werden.

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Stand: 04.07.2020
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Rom und Karthago im Vergleich
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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Universität Basel (Seminar Alte Geschichte), Veranstaltung: Proseminar Gesellschaftsstruktur und politische Ordnung der Römischen Republik, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Aufstieg der Römischen Republik zur Grossmacht, welche sich anschliessend nach inneren Streitigkeiten in ein Kaiserreich verwandelte, ist einer der faszinierendsten Abläufe der antiken Geschichtsschreibung. Schon die Autoren der Antike versuchten zu ergründen, weshalb Rom diese glanzvolle Entwicklung vollzog und nicht schon wesentlich früher als 476 n. Chr. zu Fall kam. Nachdem Rom im Verlauf der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. seinen Hegemonieanspruch auf die ganze Apenninenhalbinsel ausgedehnt hatte, geriet es in Konflikt mit der maritimen Supermacht Karthago. Die daraus resultierenden Punischen Kriege stellen gewissermassen die ersten Schritte zur Grossmacht dar und begründeten den Machtanspruch Roms innerhalb des Mittelmeerraums. Der antike Autor Polybios verglich in seinem Werk 'Historiai' unter anderem verschiedene Staatsformen und deren praktische Ausprägungen miteinander, um zu ergründen, weshalb Rom schliesslich die anderen Mächte übertraf. Sein Werk dient als Grundlage für die vorliegende Proseminararbeit, einem Vergleich zwischen dem karthagischen sowie dem römischen Staats- und Heerwesen. Innerhalb dieses Rahmens sollen hauptsächlich die bekannten karthagischen und römischen Ämter und Institutionen auf ihre möglichen Vorteile hin während den Auseinandersetzungen zwischen den beiden Staaten untersucht werden. Dem Themenbereich entsprechend liegen der Arbeit folgende Fragen zugrunde: 1. Wie fallen die Vergleiche der Mischverfassungen Karthagos und der Römischen Republik sowie deren Heerwesen beim antiken Autoren Polybios aus? 2. Welche Kritik drängt sich an dieser Beurteilung sowohl im Allgemeinen als auch im Detail aufgrund der heutigen Kenntnisse über das karthagische Staatssystem auf? 3. Existierten innerhalb des karthagischen Staatsapparates ähnliche Mechanismen wie in der Römischen Republik zur Verhinderung einer Königsherrschaft? 4. Können die einzelnen karthagischen Ämter und Funktionen überhaupt mit denjenigen der römischen Republik verglichen werden? Die ersten beiden Fragen werden im zweiten und dritten Kapitel im Rahmen der allgemeinen Quellenkritik behandelt. Das dritte Kapitel ist einem Vergleich der verschiedenen Ämter und Institutionen gewidmet. Der Fokus richtet sich dabei auf den karthagischen Staatsapparat, da sich die allgemeine Wissenslage darüber im Gegensatz zur Römischen Republik bedeutend schlechter gestaltet.

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Stand: 04.07.2020
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Penthesilea - Ein Drittes
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Freie Universität Berlin, Veranstaltung: Heinrich von Kleist, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kleists 1806/ 1807 entstandenes Drama ist ein gesellschaftskritisches Stück. Er zeigt exemplarisch anhand der Protagonistin Penthesilea, wie unvereinbar ein staatliches Pflichtbewusstsein mit Individualität sein können. Penthesileas stark herausbrechender persönlicher innerer Konflikt wird durch das System ihres Amazonenstaates ausgelöst. Aus der Konfrontation der natürlichen Gefühle mit der kollektiven Ordnung entsteht das Tragische. Die Gesetzgebung dieses Staates erscheint in seiner Basis jedoch paradox. Diese Erkenntnis, die Penthesilea jedoch nur schleichend gewinnt, führt sie in die unabwendbare Katastrophe. Diese Arbeit ist ein Versuch Penthesileas 'Inneres' zu ergründen, und sie auf diesem Weg zu charakterisieren. Die Voraussetzung dafür ist zunächst ein Überblick über das Staatssystem des Amazonenvolkes, auf das ich in Kapitel 2 ausführlich eingehe. Das Kapitel 3 soll Penthesileas Weg in ihren persönlichen Konflikt zeigen. Im Kapitel 4 lege ich den Schwerpunkt auf die Betrachtung der Sprache, mit der sich Penthesilea und Achill zu verständigen versuchen, und an deren Grenzen sie damit unweigerlich stossen. In diesem Zusammenhang soll ihre Beziehung verdeutlicht werden. Das Kapitel 5 ist der Schlussbetrachtung vorbehalten.

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Stand: 04.07.2020
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Textzusammenfassung - Karl Marx / Friedrich Eng...
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Soziologie - Politische Soziologie, Majoritäten, Minoritäten, Note: gut, Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg (FB Soziologie), Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem weltweiten Fall des Eisernen Vorhangs in den frühen neunziger Jahren zerbrach ein Grossteil der kommunistischen Systeme, samt des Mutterlandes Sowjetunion. Sechzig Jahre standen sich zwei Parteien gegenüber, deren Unterschiedlichkeit nicht in der Farbe der Fussballtrikots zu finden war, sondern in der grundlegend verschiedenen Ideologie des Systems. Gerade im Ostblock waren Schulbücher und öffentliche Zeitungen gefüllt mit Hetzen und Verleumdungen gegen den 'Feind' gegenüber. So ward das Leben der Bevölkerung als ein steter Kampf von Gut gegen Böse, Arm gegen Reich, Frieden gegen Krieg und Arbeiter gegen Kapitalist verschrien. In Wirklichkeit aber war es ein Ringen um das vorherrschende Staatssystem, Kommunismus und Sozialismus gegenüber Demokratie und Kapitalismus. Dieser Kampf ist in der Geschichte kein neuer. Schon vor dem Zeitalter der Industrialisation haben sich zwei Klassen gebildet, deren Vorstellungen des modernen Staates weites gehend divergierten. Die Arbeiterschaft, das Proletariat, hat sich zu einer, den alten Schichten entgegenstehenden, Macht entwickelt. Der daraus resultierende Herrschaftsanspruch, den sie den Besitzenden, dem Adel kurzum der Bourgeoisie abverlangte, entlud sich in Aufständen und Revolutionen des 19. Jahrhunderts. Viele Vertreter des 'denkenden' Proletariats forderten eine umfassende Veränderung des bestehenden Status quo. Die folgende Textzusammenfassung über das 'Manifest der Kommunistischen Partei' von Karl Marx soll ein Beispiel für einen solchen Aufruf geben und die Probleme und Überlegungen der Menschen aufzeigen. Doch bevor man sich mit den Gedanken des Autors auseinandersetzt, ist eine Betrachtung der Person Karl Marx von Nöten. Karl Marx wurde am 5.5. 1818 in Trier als drittes von insgesamt neun Kindern geboren. Sein Elternhaus war strengen jüdischen Glaubens, jedoch widersprachen die Weltanschauungen des Vaters den religiösen Einstellungen, so dass Marx '...in einem Elternhaus gross [ wurde ], in dem Aufklärung und liberale Geistesart hoch im Kurs standen...' . Er besuchte von 1830 bis 1835 das Trierer Gymnasium, wo besonders sein Direktor und Geschichtslehrer Johann Hugo Wyttenbach ein frührevolutionärer Liberalist '...den entscheidenden Einfluss...bildete...' Im Oktober 1835 verliess er das Trierer Elternhaus um in Bonn Rechtwissenschaft zu studieren. Die Universität galt [...]

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Stand: 04.07.2020
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Die Transformation des Schulsystems in der SBZ ...
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Examensarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,0, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg) (Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 und der deutschen Wiedervereinigung 1990 mussten sich die Bürger der neuen Bundesländer einem Neuanfang stellen. Ihre Situation war vergleichbar mit der Nachkriegszeit in ganz Deutschland: neue Lebensperspektiven, aber auch eine ungewisse Zukunft! Auch das Schulsystem in den neuen Bundesländern musste eine Transformation durchleben, die an die Umwälzungen in der SBZ und DDR während der Nachkriegszeit erinnert. Das Thema 'Bildungspolitik in der DDR' ist mit der Wende zwar in sich abgeschlossen, aber die Folgen sind bis heute zugegen. Jeder DDR-Bürger wurde durch die Schule stärker geprägt, als man es sich vielleicht im Westen vorstellen kann. Wenn man darüber nachdenkt, warum 'Ossis und Wessis' den jeweils anderen selbst nach über zwölf Jahren der Wiedervereinigung teilweise noch als fremdartig und seltsam erleben, sollte man auch bedenken, dass beide Seiten eine sehr unterschiedliche Schullaufbahn hinter sich haben. Da die Jahre als Kind und Jugendlicher einen Menschen besonders stark und nachhaltig prägen, ist es wichtig, dem Schulsystem der ehemaligen DDR besondere Aufmerksamkeit zu schenken, wenn man als Westdeutscher die ostdeutsche Mentalität und Lebenseinstellung verstehen will. Neben der wirtschaftlichen Produktion war das Bildungs- und Erziehungssystem mit dem Zweck, das Denkens jedes Einzelnen zu beeinflussen, das zweite grosse Hauptaktionsfeld in der Transformationspolitik der SBZ/DDR. Das Bildungssystem der DDR erstreckt sich von der Vorschulerziehung bis zu den Hochschulen und zur Erwachsenenqualifizierung. Im Folgenden werde ich mich auf die Entwicklungen der allgemeinbildenden Schulen in der SBZ/DDR während der Nachkriegszeit konzentrieren. Für die Neuordnung des Schulsystems siedle ich die Nachkriegszeit in dem Zeitraum von 1945 bis 1961/62 an, also vom Kriegsende bis zum Mauerbau, da es in dieser Zeitspanne des Wiederaufbaus völlig neu etabliert wurde. Dieser Abschnitt zeichnet sich durch zahlreiche Entwicklungen und Experimente aus, die ein völlig neues Staatssystem etablieren sollten. Der Zeitabschnitt von 1945 bis 1949 kann als Phase der Weichenstellung betrachtet werden. Um die unterschiedlichen Entwicklungen in der Bildungspolitik in Ost und West zu begreifen, ist es erforderlich, sich zunächst mit den Vorgehensweisen der vier Besatzungsmächte zu beschäftigen. [...]

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Stand: 04.07.2020
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